Nano- und Biotechnologien machen sich Prozesse zu Eigen, die in der Natur gang und gäbe sind.
Petrischalen mit Mikroorganismen: Die evocatal GmbH sorgt für Innovation im Bereich der Ressourcenschonung. (Bild: NRW.BANK)
Siegel: Energieeffizienz lohnt sich

Mittelstand

//Biotechnologie schont Ressourcen

Wer könnte besser dabei helfen, die Umwelt zu schonen als die Umwelt selbst? Nano- und Biotechnologien machen sich Prozesse zu eigen, die in der Natur gang und gäbe sind. Dabei helfen Hersteller wie das Düsseldorfer Unternehmen evocatal GmbH, wertvolle endliche Ressourcen zu schonen.

Im Prinzip ist es eine seit Jahrtausenden bewährte Praxis: Schon vor über 5000 Jahren kam die Menschheit auf die Idee, mit Mikroorgansimen, Bakterien  und Enzymen zum Beispiel Brot, Wein oder Bier, Sauerteig, Käse oder Joghurt herzustellen. Heute wächst das Interesse, die biotechnologischen Prozesse besser nutzbar zu machen. Denn Biotechnologie ist oftmals in der Lage, chemische und pharmazeutische Prozesse zu ersetzen – mit geringem Energieaufwand und weniger oder keinen umweltschädigenden Nebeneffekten.
In der Lebensmittel-Basis-Chemieindustrie zum Beispiel setzt man zunehmend auf die biotechnische Produktion von Vitaminen, Aminosäuren, Aromen und technischen Enzymen. Allein in diesem Jahr werden bei einem globalen Chemieumsatz von 1,7 Billionen Euro Chemieprodukte in einer Größenordnung von rund 135 Milliarden Euro auf biotechnologischem Wege hergestellt.

Jedoch sind Mikroorganismen von Natur aus nicht unbedingt für den industriellen Einsatz geeignet. So zum Beispiel in der Biokatalyse. Will man Mikroorganismen als Katalysatoren einsetzen, um chemische Reaktionen künstlich zu beschleunigen, stellte sich bislang das Problem, dass „viele Katalysatoren nach einem einmaligen Prozessdurchlauf verbraucht sind“, sagt Dr. Thorsten Eggert. Genau da setzt die evocatal GmbH an. Vor fünf Jahren ging sie aus einer Arbeitsgruppe des Instituts für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hervor. Gründungsmitglied Thorsten Eggert:  „Wir versuchen, Enzyme so zu verändern, dass sie möglichst viele Runden überstehen können.“

Dazu sucht man nach geeigneten Enzymen, deren Potenzial sich im Labor verbessern lässt. „ Gerichtete Evolution“ nennt sich dieses Verfahren, das zahlreiche Anwendungsmethoden verspricht: Waschmittel etwa, die Schmutz gezielt bekämpfen und sich umweltgerecht entsorgen lassen. Oder: schonend hergestellte Duft- und Armomastoffe. „Momentan zieht sich der Trend des Rohstoffwandels als roter Faden durch unser Unternehmen“, so Eggert. Chemie- und Pharmaindustrie machten sich zunehmend bewusst, dass das Erdöl, auf deren Basis ihre Produkte bislang in der Regel hergestellt worden sind, eine endliche Ressource ist und bald versiegt sein wird. „Sie müssen jetzt die Langfristigkeit ihrer Quellen sicherstellen.“

Mittelstand: Thorsten Eggert (m.) und sein Team im Laboratorium (Bild: NRW.BANK) Thorsten Eggert (m.) und sein Team helfen Enzymen auf die Sprünge. (Bild: NRW.BANK)

Starthilfe erhielt evocatal durch den Sirius Seedfonds Düsseldorf, einem regionalen Risikokapitalfonds, der von der NRW.BANK mit initiiert wurde. Der Seedfonds bietet jungen, innovativen Technologieunternehmen aus dem Wirtschaftsraum Düsseldorf Eigenkapital und Know-how für den erfolgreichen Start und Ausbau ihrer Geschäftsmodelle. Er richtet sich hierbei in erster Linie an Unternehmen, die noch vor der Markteinführung ihrer Produkte stehen. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit des Fonds liegen in den Bereichen Life Science, Bio- und Medizintechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie neue Werkstoffe und Ingenieurswissenschaften. Dabei soll den Unternehmen der Zugang zum Know-how eines Expertennetzwerkes zur Verfügung stehen, zu dem Business Angels,  Bankfachleute, Förderspezialisten und Sachverständige aus Industrie und Wissenschaft gehören.

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