Kunstrasenplätze sind extrem belastbar, sie stauben nicht, sie werden nicht matschig, sind ganzjährig bespielbar und die Verletzungsgefahr ist gering – alles wichtige Punkte für die Duisburger Fußballerinnen.
Das Unternehmen Kunstrasen
Der FCR 2001 Duisburg ist auf der Erfolgsspur: Sechsmal brachte das Bundesligateam den Titel „Deutscher Vizemeister“ nach Duisburg, einmal sogar den Titel „Deutscher Meister“ und dreimal den Titel „Deutscher Pokalsieger“. Zweimal trugen sie den DFB-Hallenpokal nach Hause und 2009 siegten sie im UEFA Women’s Cup.
Mit dem Kunstrasen wurde der Weg in die Professionalität geebnet. Der Kunstrasen kostete eine halbe Million Euro. 50.000 Euro hat der Verein über Platzpatenschaften erwirtschaftet, dazu kam Unterstützung vom Sportbund, von der Sparkasse, privaten Spendern und der NRW.BANK: Sie bewilligte Ende 2008 für das „Unternehmen Kunstrasen“ ein Darlehen über 190.000 Euro.
Die Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg werden auch Löwinnen genannt.Langfristige und zinsgünstige Finanzierungsmittel für Vereine und Verbände
Die Mittel stammten aus dem Programm zur Sportstättenfinanzierung, das Vereinen und Verbänden langfristige und zinsgünstige Finanzierungsmittel für Investitionen in Sportanlagen zur Verfügung stellt. Grundlage dessen ist das von Landesregierung und Landessportbund im Februar 2008 geschlossene „Bündnis für den Sport“. „Das Kreditprogramm NRW. BANK.Sportstätten ist ein wesentlicher Bestandteil des Bündnisses. Wir unterstützen das Land darin, denn Sport ist ein wichtiger Faktor für Lebensqualität“, erklärt Lars Wiemer, der bei der NRW.BANK für die Bearbeitung des Kreditprogramms verantwortlich ist. „Der FCR 2001 Duisburg steht auf gesunden Füßen. Wir helfen ihm dabei, für das Training des gesamten Vereins eine professionelle Ausstattung zu schaffen.“
Der Manager vom FCR 2001 Duisburg: Timo Skrzypski.Auch Sporthallen in Schulen werden gefördert
Neben Vereinen können auch Kommunen auf ein Programm zur Finanzierung von Investitionen in Sportanlagen zugreifen – wie zum Beispiel die Gemeinde Hille in Ostwestfalen. „In unserer Gemeinde spielen die Themen Energie und Klimaschutz schon lange eine Rolle. Dort, wo wir heute umbauen und sanieren, führen wir gleichzeitig Energiesparmaßnahmen durch“, erklärt Hans-Friedrich Schneckenberger, Kämmerer der Gemeinde. „Zwei Grundschul-Sporthallen und eine weitere Sporthalle haben wir modernisiert, saniert und instand gesetzt. Wir haben dabei Wert auf Wärmedämmung, Erneuerung der Fenster, Änderung der Beleuchtung und Heizung gelegt.“
Hans-Friedrich Schneckenberger, Kämmerer der Gemeinde Hille.Energiebewusste Sanierung
Insgesamt ergab sich für die Gemeinde ein Investitionsvolumen von 667.000 Euro. Die NRW.BANK bewilligte eine Projektförderung von 333.500 Euro. „Die Vergabe der Förderung an die Gemeinde Hille erfolgte als Direktkredit. Der Antrag konnte direkt bei der NRW.BANK gestellt werden“, erklärt Lars Wiemer, „für Vereine hingegen ist der erste Ansprechpartner die Hausbank.“ Die Arbeiten an den Sporthallen der Grundschulen sind bereits abgeschlossen. Für die energiebewusste Sanierung wurde die Gemeinde im „E.KOMMUNAL-Wettbewerb“ der E.ON Westfalen-Weser AG ausgezeichnet.



